Handwerklernen Holz & Garten


Seit einigen Jahren können wir unsere Berufsvorbereitung um die Bereiche Holz & Schulgarten erweitern.  

 

  • HandwerkLernen Holz

Die Entwicklung kreativer Fähigkeiten ist Aufgabe aller Unterrichtsfächer, besonders aber wird sie im Rahmen der bildnerischen Gestaltung gefördert. Der Werkunterricht kann für die intellektuelle Beanspruchung der meisten anderen Fächer einen Ausgleich bilden. Dazu möchten wir die Schüler*innen für den Werkstoff Holz interessieren, der so vielfältig unseren Alltag begleitet.

 

Dadurch, dass Arbeitslehre Technik ein Unterrichtsfach ist, haben alle Schüler*innen ab Klasse 8 die Chance, sich gestalterisch zu betätigen. Das Konzept Handwerkslernen setzt an die Stelle eines klassischen Stundenplanes eine Vernetzung von produktionsorientierter Arbeit und Unterricht an. Emotionale und soziale Entwicklung wird begünstigt, da kognitive Lernvoraussetzungen keine übergeordnete Rolle spielen und eigene Ideen eingebracht werden können.

 

Individuelle Wünsche der Schüler*innen finden Berücksichtigung und werden umgesetzt. Manchmal gibt es auch saisonspezifische Arbeiten oder Aufträge aus der Schule, die gemeinsam geplant und umgesetzt werden.

 

Handwerkslernen bietet Schüler*innen ein Lern- und Entwicklungsfeld, dass auf praktische und handlungsorientierte Angebote zurückgreift. Das frei oder zweckgebundene Gestalten schult die sensorischen Fähigkeiten. Erfahrungen und Übung sowie die Handhabung mit feinen oder gröberen Werkzeugen kommen als Kompetenzerweiterung dazu. Es fördert die Kreativität und stärkt das Selbstbewusstsein.

 

 

Der Werkstoff Holz ist mit einfachen Werkzeugen bearbeitbar und die Schüler*innen sehen schnell einen Erfolg ihres Wirkens. 

 

 

  • HandwerkLernen Schulgarten

Der moderne Alltag ist geprägt von virtuellen Welten. Im Schulgarten hingegen leben die Kinder in der Realität. Hier kann man nichts wegklicken, neu starten oder im Zeitraffer ablaufen lassen. Das Wetter, die Jahreszeiten, die Geschwindigkeit von Wachstum und Reifen sind Dinge, die man im Garten in Geduld hinnehmen muss. Respekt vor der Natur wird hier zu einer selbstverständlichen Haltung. Dennoch greift man beim Gärtnern in die Natur ein, macht sie sich zunutze. Dazu muss man beobachten, experimentieren, komplexe Zusammenhänge verstehen lernen – all dies sind die Grundlagen jeder naturwissenschaftlichen Tätigkeit. Der Garten ist wie jedes Ökosystem komplex, aber für Kinder überschaubar.

 

Die Schüler*innen erlernen Verantwortung für Teilbereich des gemeinsamen Lebens an der Schule zu übernehmen und auf ihr Schaffen hinzuweisen. Die Schule verfügt über einen kleinen Bereich auf dem Schulhof. Dieser ist in mehrere Bereiche unterteilt. So gibt es neben den blühenden Sträuchern auch ein selbstangelegtes Beet mit verschiedenen Staudenpflanzen. Als Weiteres haben Schüler*innen einen Bereich mit verschiedenen Obstgehölzen angelegt. Die unterschiedlichen Bereiche werden jahreszeitlich bearbeitet und gepflegt. Hier lernen die Schüler*innen die Zusammenhänge in der Natur kennen und welche bestimmten Arbeiten im Laufe des Jahres im Garten nötig sind. Unter anderem sind dies:

  • die Vorbereitung eines Beetes
  • Die Aussaat oder das Auspflanzen von vorgezogenen Pflanzen
  • Beikräuter entfernen
  • Boden auflockern damit die Pflanzen einfacher bewässert werden können
  • Ernten von reifen Früchten
  • Aufbereitung des Bodens für die Bepflanzung im nächsten Jahr

Wenn Kinder im Schulgarten selbst Gemüse, Obst und Kräuter anbauen, erleben sie einen motivierenden Einstieg in gesunde Ernährung. Der fachgerechte Umgang mit verschieden Gartengeräten zur Bodenbearbeitung in entsprechender Handhabung wird gelernt und praktiziert. Dabei ist motorisches Geschick genauso gefragt, wie Ausdauer und Geduld. Auch bei unangenehmen oder langweiligen Tätigkeiten durchzuhalten, wird mit Ernteerfolgen belohnt. Rückschläge zu verkraften (Resilienz) wird gelernt, aber auch Selbstwirksamkeit erlebt, denn jedes Tun (oder Lassen) im Garten hat Konsequenzen, es gibt immer ein Ergebnis.