1. Förderplanung
Dem Unterstützungsbedarf unserer Schüler*innen entsprechend sind die Aspekte Erziehung und Unterricht in ausgewogener Balance zu halten und nicht trennbar, so wie wir auch Unterricht und Förderung als gegebene Einheit sehen. Unterricht umfasst nicht nur die schulischen Fächer, sondern auch alle Aspekte der Entwicklungsbereiche. Von daher verstehen wir auch die Gestaltung von Pausen, gemeinsames Essen und Feiern, Ausflüge etc. als Unterricht. Dabei sind die Lehrkräfte nicht nur Vorbildfunktion, sondern bieten auch Beispiele für verlässliche Beziehungen. Die Klassen werden von Klassenteams unterrichtet, denen in der Regel zwei Lehrkräfte angehören.
Die Förderplanung hat folgendes Ziel: Sie ermöglicht es den Lehrer*innen aufgrund ihrer professionellen Kompetenz und ihrer Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen eine förderliche Lernumgebung zu schaffen und individuell unterstützende Hilfen anzubieten.
2. Diagnostikambulanz
Es finden Es finden jährlich 2 Diagnostikwochen an der Schule statt, in denen vorwiegend Klassentests mit verschiedenen Schwerpunkten durchgeführt werden. Für die Förderplanung wird im Rahmen der Diagnostikwoche immer ein ESE spezifisches Instrument mit allen Schüler*innen durchgeführt sowie ein Test zum Lern- und Leistungsbereich. Dies erweist sich als hilfreich bei der Lernstandserfassung neuer Schüler*innen.
Schwerpunkt der Diagnostikambulanz liegt hier in der
Ab dem Schuljahr 2024/25 soll die standortbezogene Diagnostikambulanz weiter ausgebaut und professionalisiert werden. So wird das Team der Diagnostikambulanz zu Experten Fragen und auch Durchführung spezifischer Tests und kann so das restliche Kollegium professional beraten und unterstützen. Ziel ist der Aufbau eines Diagnostik-Ambulanz-Teams (DAT) zum Zwecks der Vernetzung der schulübergreifenden Systeme (8 Schulen mit EsE). Jede Schule wird durch ein(e) Sprecher*in vertreten.
3. Leseförderung
An unserer Schule wird ein besonderer Schwerpunkt auf die zielgerichtete Förderung der Basiskompetenzen gelegt, da rund ein Viertel der Grundschüler*innen in Nordrhein-Westfalen die Mindestvoraussetzungen im Lesen, Schreiben, Rechnen, Zuhören und in der emotional-sozialen Entwicklung nicht erfüllt.
Die bestmögliche Förderung in der Grundschule und der Orientierungsstufe erfordert dabei eine ganzheitliche und vielfältige Herangehensweise, die auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes abgestimmt ist. Die Kinder der Grundschule erhalten dreimal in der Woche über 20 Minuten ein gezieltes Förderprogramm im Bereich Lesen. Dabei orientieren sich die Kolleg*innen in ihrer Leseförderung am Online-Portal der Fachoffensive Deutsch, STIFT NRW. Alle Schüler*innen der Grundschule wurden im online Leseraum LeON angemeldet und können somit auch mit digitalen Medien beim Lesen gefordert und gefördert werden.
Die Grundlage der Leseförderung ist eine Kultur des selbstverständlichen Lesens an unserer Schule. Lehrkräfte sind hierbei Vorbilder. In den Klassen gibt es Leseecken oder Bücheregale zur freien Verfügung der Schüler*innen. Schmökerzeiten oder (Vor)Lesestunden gehören zum Tagesablauf, besonders auch im Ganztag. Regelmäßige Besuche der Stadtteilbücherei Sülz sind obligatorisch.
Das Angebot Lesen mit Lola richtet sich seit dem Schuljahr 2023/24 mit jeweils einer Stunde pro Woche an leseschwache Schüler*innen der Klassen 5 und 6. Es handelt sich um eine hundegestützte Leseförderung, die in einer Kleingruppe mit maximal 4 Kindern stattfindet. Vorrangiges Ziel dieses Angebots ist es, Schüler*innen einen sicheren Rahmen zu schaffen, in dem sie sich erst einmal überhaupt wieder auf das Lesen einlassen können.
Seit dem Schuljahr 2013 haben wir dank der Stiftung "Ride for Reading", der Aktion "wir helfen" und Spenden etlicher Firmen einen Leseclub. Am 14.10.2013 wurde im Rahmen einer Eröffnungsfeier für die 11 neuen Leseclubs an Kölner Schulen die Paten für unseren Leseclub bekanntgeben: Purple Schulz und die Anwaltskanzlei Luther.
4. LRS- Förderung
Merkmal einer LRS ist eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Lese- und/oder Rechtschreibfähigkeit. Neben diesen Schwierigkeiten, die direkt mit dem Lesen und Schreiben
zusammenhängen, weisen Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche oftmals auch Defizite in der Motorik (vorwiegend Feinmotorik), Sprache, visuellen Wahrnehmung, Lautunterscheidungsfähigkeit,
Konzentration, psychischen Belastbarkeit und Merk- bzw. Speicherfähigkeit auf.
Für Schüler*innen mit Schwierigkeiten im Leselernprozess gibt es zusätzliche wöchentliche Leseförderstunden und Unterstützung im Unterricht bei Leseaufgaben. Die Lesemotivation wird durch interaktive Lesespiele, Vorlesen, Bilderbuchkino, altersgerechte Klassenlektüren, Lies-Mal-Hefte und das digitale Leseförderprogramm LeOn in der Primarstufe gefördert. Zielgruppe der LRS-Förderung sind alle Kinder unserer Schule, bei denen eine LRS festgestellt wurde. Aus der Erfahrung befinden sich in jeder Klasse in der Regel einige Kinder, auf die die beschriebene Problematik zutrifft.
Um betroffenen Kindern ein möglichst breites Hilfsangebot und eine optimale Förderung zukommen zu lassen, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Eltern, Lehrer*innen, Fachärzt*innen (z. B. Phoniatrie, Pädaudiologie) und Therapeut*innen (Sprachtherapie) wünschenswert. Die Logopädie kann nach Vorlage eines Rezeptes in der Schule stattfinden.